Ein herzliches Hallo aus der Ferne!
Es ist der 19. August und für uns
steht mal wieder ein Reisetag an. Bei bewölktem Himmel rollen wir
den Highway 101 gen Süden entlang der landschaftlich wunderschönen
Pazifikküste und blicken auf ein paar abwechslungsreiche Tage in
Port Angeles zurück.
Nachdem wir uns entschlossen hatten in
Seattle keinen Zwischenstopp zu machen, haben wir dort nur unseren
Mietwagen abgeholt und sind direkt weiter auf die Olympische
Halbinsel gefahren. In Port Angeles haben wir Donnerstagabend unsere
ersten Couchsurfing-Gastgeber getroffen: Sherry und Terry mit ihrer
Boston-Terrier-Dame Beanie.
Wir haben uns bei den Beiden sofort heimisch gefühlt, hatten unser eigenes Schlafzimmer und ein separates Bad. Wir wurden mit guten Tipps zum Einkaufen, Ausgehen und Wandern versorgt und haben mit den beiden sowohl Donnerstagabend bei leckeren Burgern als auch Freitagabend, als wir gekocht haben, viel gequatscht, Reise- und Familiengeschichten inklusive. Und Beanie wusste stets, wie sie unsere Aufmerksamkeit für Krauleinheiten und Ballspiele bekommen konnte, wobei die Lautstärke ihrer Grunzlaute die Zufriedenheit anzeigte. Der Hund ist fremde Besucher schon gewohnt, denn Sherry & Terry sind regelmäßige Couchhosts und Selbstsurfer. Die beiden hatten in früheren Zeiten, als ihre vier Kinder noch zur Schule gingen, auch Austauschschüler zu Gast, unter anderem zwei Deutsche.
Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Den Freitag haben wir ruhig angehen lassen und uns erst einmal um
Wäsche und weitere Reiseplanung gekümmert, bevor wir am Mittag zum
ersten Besuch in den Olympic National Park gefahren sind. Bereits an
der Ostküste hatten wir uns am Nationalpark Cape Cod eine
Jahreskarte für alle US-Nationalparks besorgt. Vom Parkplatz
„Whiskey Bend“ aus ging es zu einer entspannten 3-Stunden
Wanderung mit nur geringen Höhenunterschieden. Einziges Problem war,
dass wir für das großartige Wetter zu wenig Trinkwasser eingepackt
hatten. Interessanterweise hatten die Park Ranger am Ende unserer
Tour am Ausgang der Route kostenlose Wasserflaschen (s.
Bildergalerie) abgestellt. Was ein schöner Service.
Man lernt ja aus seinen Fehlern, und so
sind wir am nächsten Tag mit genug Wasser zu unserer zweiten
Wanderung im Nationalpark aufgebrochen. Terry, der als junger Mann
selbst mal als Ranger im Park ausgeholfen hatte, empfahl uns eine
Wanderroute ab „Obstruction Point“. Das hieß erst einmal von
der letzten Ranger Station 8 Meilen über ungeteerte und ungesicherte
Straßen hoch in die Berge zu fahren. Der Wandertrail war mit 8,3
Meilen (etwa 13 km) angezeigt – kein Problem, dachten wir. Was wir
nicht bedacht hatten, waren die enormen Höhenmeter, die auf dieser
Strecke zu überwinden waren, aber das sollten wir schnell merken.
Aber scheinbar hatte er das mit dem Fluchttier irgendwie vergessen, denn als uns nach 10 Minuten das Warten zu lang wurde, half weder schreien noch winken noch pfeifen, um ihn zu vertreiben. Mit klatschen hatten wir schließlich Erfolg und konnten weiterziehen. Den Schwarzbären, den ein Ranger noch am Vortag auf der Strecke gesehen hatte, haben wir aber leider nicht gesichtet. Nach knapp 6 Stunden Wanderung sind wir komplett fertig, aber glücklich am Auto angelangt. Als Belohnung gab es Pizza beim tollen Italiener, und zum Nachtisch noch ein Schoko-Mousse (für wen wohl?).
Nach der Verabschiedung heute morgen
fahren wir jetzt wie bereits erwähnt Richtung Süden, halten in
Seaside, Oregon, bei unserem nächsten Couchsurfing-Host, und morgen
geht es weiter nach Coos Bay, wo wir für 3 Tage auf einer Farm
ausspannen werden.
Mehr Bilder zu den vergangenen Tagen gibt es wie immer in der Bildergalerie und das nächste Update folgt dann in ein paar Tagen.
Viele Grüße vom Highway 101!
PS @ Sherry/Terry:
We know you are going to read this. So
a big thank you again for having us at your place. We had such a
great time with you and lovely Beanie. We wish you all the best for
the future and hope to stay in contact.
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