Der Dienstag startete mit einer Führung über das Gelände. Es gab eine Weide mit zwei Milchziegen, einem Ziegenbock und einem Lama (das keinen wirklichen Zweck hatte und einfach nur abhing), dann ging es in den Gemüsegarten, wo es wirklich fast alles gab – Bohnen, Kohl, Gurken, Salat, Tomaten, Pepperoni, Mais, Rote Beete, Kartoffeln, Zucchini, und einiges mehr, das wir nicht kannten. Weiter durch den Obstgarten, wo es zahlreiche Bäume voller Früchte gab – Äpfel, Birnen, Feigen, Haselnüsse, Walnüsse. Dazwischen die Terrasse umgeben von Blumenbeeten und Gartenkräutern. Anschließend ging es bei den Hühnern vorbei, die von einem prächtigem Hahn bewacht wurden und brav Eier legten. Den Abschluss bildete der Teich mit Weide, wo zwei Enten und zwei Jungziegen sich Gesellschaft leisten. All diese Bereiche wurden von Oops, der Hündin, bewacht (sie war wohl ein Unfall, die Mutter hat sie als einziges Welpen geworfen, als sie 16 Jahre alt war...), die sich nur des Fauchens der Katzen erwehren musste. Katzen gab es 3 an der Zahl, und eine hatte gerade geworfen, so dass wir täglich die 6 kleinen Kätzchen bewundern konnten, die gerade mal 2 Wochen alt waren (seufz). Nach dem Rundgang haben wir einstimmig beschlossen, hier einfach gar nichts zu tun, sondern einfach nur diese traumhafte Umgebung zu genießen. Also ging es für den Rest des Tages auf die Terrasse, um zu lesen, den Garten zu betrachten, Kolibris zu beobachten und darüber zu staunen, wie unwirklich dieser Ort wirkt – man könnte fast vergessen, dass es da draußen noch eine große weite Welt gibt. Das Abendessen haben wir zusammen zubereitet – vom Brot über den Ziegenkäse bis zum Bier war natürlich alles selbstgemacht. Und nach dem Essen haben wir selbst Hand angelegt und frischen Apfelsaft gepresst – lecker, kein Vergleich zu den Fertigsäften aus dem Supermarkt! Die Herrlichkeit setzte sich auch nach dem Sonnenuntergang fort. In diesem abgelegenen, dunklen Tal fernab der nächsten Stadt gab es einen Nachthimmel zu bewundern, wie es ihn in Deutschland wohl nur selten zu sehen gibt. Keine Lichtverschmutzung stört die Sicht auf die Sterne. Traumhaft!
Am nächsten morgen ist Simone extra um sechs aufgestanden, um zuzusehen, wie die Ziegen gemolken wurden – und durfte gleich selbst Hand anlegen. Auch der zweite Tag war ein Entspannungstag, nur unterbrochen von einem Ausflug zum nahegelegenen Wasserfall mit wirklich eiskaltem Wasser. Und hätten wir nicht eine Couchsurfing-Zusage für Eureka gehabt, wir wären versucht gewesen, noch etwas länger zu bleiben. Aber es ist auch gut, dass es jetzt weitergeht, schließlich haben wir noch einiges an Strecke und diverse Highlights vor uns. Aber der Aufenthalt auf der Myrtle Glen Farm hat auf jeden Fall einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Wir werden die Truppe in guter Erinnerung behalten und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft. Bilder vom Aufenthalt gibt’s wie immer in der Bildergalerie, ebenso Neues von Emil und neue Schwarzweiß-Impressionen.
Und wir fahren nun wieder die traumhafte Küste entlang, inzwischen in Kalifornien angekommen, durchfahren Redwoodwälder, bei strahlendem Sonnenschein, weiter gen Süden – bis zum nächsten Update. Viele Grüße in die Heimat.
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